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Der gemeinsame Datenraum in der Forma Industry Cloud

Der gemeinsame Datenraum in der Forma Industry Cloud

Was die Umbenennung von Autodesk Docs für Ablage, Prüfung und Freigabe bedeutet

Autodesk hat die Werkzeuge rund um BIM 360 und die Construction Cloud unter dem Namen Forma Industry Cloud zusammengeführt. Für Bestandskunden ist das mehr als ein Etikett: Autodesk Docs heißt jetzt Forma Data Management, Collaborate Pro wird zu Forma Design Collaboration, und mit den Boards kommt eine Funktion hinzu, die es vorher nicht gab. Die Bedienung bleibt dabei weitgehend die gewohnte.

Der Anspruch dahinter ist der gesamte Projektlebenszyklus – entwickeln, planen, bauen, betreiben – auf einer Datenbasis. Was sich im Alltag ändert, zeigt sich an vier Stellen: der Ablage selbst, der Modellprüfung im Browser, den neuen Boards und der Frage, wo die Daten liegen.

Aus unserer Webcast-Reihe, aufgezeichnet am 24. Juni 2026 · Christopher Antonowitsch · 31:16 min

Die Ablage: Forma Data Management als Common Data Environment

Forma Data Management ist die Ablage, in die Zeichnungen und Modelle aus Civil 3D, Revit oder Plant 3D publiziert werden. Konstruiert wird weiterhin auf dem Desktop; in der Cloud liegen Freigabestand, Versionshistorie und Zugriffsrechte. Angezeigt wird weit mehr als das Autodesk-Portfolio – auch Fremdformate und projektbegleitende Dokumente. Im Video ab 4:56

Rechte werden pro Ordner und Rolle vergeben, sodass nicht jeder Projektbeteiligte alle Daten sieht. Versionen bleiben vergleichbar, Prüf- und Freigabeprozesse schieben eine Kontrollebene zwischen Upload und Weiterverarbeitung, Speicherplatz und Projektanzahl sind unbegrenzt. Im Video ab 6:46 Attribute wie Status, Revision und Klassifizierung lassen sich beim Hochladen erzwingen, und die Dateinamensprüfung nach ISO 19650 hält alles auf, was nicht der Nomenklatur des Projekts entspricht – mit Korrekturvorschlag statt bloßer Ablehnung. Im Video ab 19:36

Die Ablage: Forma Data Management als Common Data Environment

Modelle im Browser prüfen, ohne sie zu exportieren

Der integrierte Viewer öffnet DWG, RVT und weitere Formate ohne lokale Installation, wahlweise in 2D oder 3D. Auffälligkeiten lassen sich unmittelbar am Bauteil als Aufgabe hinterlegen – mit Zuständigkeit, Kommentar und Verweis auf das Modell; aus der Aufgabenübersicht springt man zurück in die betroffene Datei, ohne den Ablageort zu suchen. Im Video ab 10:57

Für große Modelle steht eine First-Person-Ansicht bereit: Man bewegt sich mit Pfeiltasten und Maus durch das Bauwerk, wechselt die Ebene und erkennt Engstellen im räumlichen Zusammenhang statt in einer Kollisionsliste. Die Dateigröße spielt dabei praktisch keine Rolle. Im Video ab 13:16

Modelle im Browser prüfen, ohne sie zu exportieren
Olav Sosath – Contelos GmbH

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Olav Sosath

Fachbereichsleitung Architektur, Bauwesen & Konstruktion (AEC) · Contelos GmbH

BIM scheitert selten an der Software. Es scheitert daran, dass niemand festgelegt hat, wer wann was liefert.

Boards: die Abstimmung bekommt eine eigene Fläche

Neu sind die Boards – eine freie Fläche, auf der Modellausschnitte, Notizen und Skizzen nebeneinanderliegen. Eine abgelegte DWG erscheint als Miniatur mit der zuletzt gespeicherten Ansicht und öffnet sich bei Bedarf in AutoCAD Web. Im Video ab 21:15

Gedacht ist das für Runden, in denen der Projektstand erklärt werden muss: Teambesprechung, Entscheidungsvorlage, Statusbericht. Die Boards liegen im Projekt selbst und lassen sich für die gemeinsame Bearbeitung freigeben, sodass die Abstimmung nicht länger neben den Daten stattfindet.

Boards: die Abstimmung bekommt eine eigene Fläche

Serverstandort Deutschland – und was das für Ausschreibungen heißt

Seit dem 30. Juni 2025 steht ein Serverstandort in Deutschland zur Verfügung, primär Frankfurt mit Backup in Schweden. Neben den USA und Irland gibt es damit eine Region, die bei Projekten der öffentlichen Hand und in Ausschreibungen regelmäßig verlangt wird. Verschlüsselung, Zutrittskontrolle in den Rechenzentren, Desaster Recovery und laufende Penetrationstests sind dokumentiert; welche Zertifikate aktuell gelten, ist im Autodesk Trust Center einsehbar. Im Video ab 28:05

Der Umstieg auf die Forma Industry Cloud ist technisch unspektakulär – der Nutzen entsteht dort, wo Ablagestruktur, Attribute und Freigabewege vorher sauber festgelegt wurden. Wir richten Projektstrukturen ein, definieren Benennungsstandards nach ISO 19650 und begleiten den Umzug bestehender Projekte. Sprechen Sie uns an, wenn Sie wissen wollen, was Ihr Lizenzumfang schon hergibt – Forma Data Management ist häufig längst enthalten. Wie die Teams auf dieser Ablage zusammenarbeiten, zeigt Teil 2 der Reihe: Vom Common Data Environment zum Vergleichsmodell.

Serverstandort Deutschland – und was das für Ausschreibungen heißt

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