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Produktdatenmanagement (PDM)

Produktdatenmanagement: eine Ablage statt fünf Wahrheiten

Die Frage, an der sich PDM entscheidet, ist banal: Woher weiß eine Kollegin, dass die Zeichnung, die sie gerade geöffnet hat, der aktuelle Stand ist? In gewachsenen Dateiablagen lautet die Antwort meist „gar nicht" – und das Ergebnis sind Bauteile, die nach einem überholten Stand gefertigt wurden.

Ein PDM-System beantwortet diese Frage strukturell. Dateien liegen an einem Ort, jede Änderung erzeugt eine nachvollziehbare Version, und wer eine Datei bearbeitet, hat sie ausgecheckt – sichtbar für alle anderen. Baugruppen kennen ihre Referenzen, sodass Sie vor dem Ändern eines Normteils sehen, in welchen 200 Baugruppen es steckt.

Der Nutzen zeigt sich selten in der Konstruktion selbst, sondern eine Abteilung weiter: in der Arbeitsvorbereitung, die keine Neutralformate mehr manuell erzeugt, und im Einkauf, der die Stückliste nicht mehr abtippt.

Welcher Ausbaustand zu Ihnen passt

„Vault" ist keine einzelne Entscheidung, sondern eine Reihe davon. Die Stufen unterscheiden sich weniger im Funktionsumfang als im Aufwand, den sie an Konzeptarbeit voraussetzen:

  • Vault Basic – in der Product Design & Manufacturing Collection bereits enthalten. Versionierung, Referenzverfolgung und ein sicherer Ablageort. Der richtige Einstieg, wenn heute noch auf Netzlaufwerken gearbeitet wird.
  • Vault Professional – zusätzlich Artikelwesen, Stücklisten, Freigabe-Workflows und Schnittstellen zu ERP-Systemen. Ab hier wird PDM zum abteilungsübergreifenden Thema, und ab hier braucht es ein Konzept statt einer Installation.
  • Cloudbasierte Ergänzung – wenn Standorte, externe Konstruktionsbüros oder Kunden eingebunden werden sollen, ohne ihnen Zugriff auf Ihre interne Umgebung zu geben.

Welche Stufe für Sie sinnvoll ist, hängt an Ihrer Variantenvielfalt, der Zahl der Beteiligten und daran, wie eng Konstruktion und Fertigung heute zusammenarbeiten. Das klären wir vor der Lizenzfrage, nicht danach.

Mathias Voigt – Contelos GmbH

Fragen zu Vault und PDM?

Mathias Voigt

Fachbereichsleitung Maschinen- & Anlagenbau · Contelos GmbH

Die meisten Vault-Projekte scheitern nicht an der Software, sondern an Nummernkreisen, die vorher niemand festgelegt hat.

Der kurze Weg ins Artikelwesen: Vault Item Easy Start

Der Sprung von Vault Basic zum Artikelwesen in Vault Professional ist der Punkt, an dem viele Einführungen stecken bleiben: Nummernkreise, Eigenschaften, Artikelregeln und Stücklistenlogik wollen erst einmal definiert sein, bevor überhaupt der erste Artikel entsteht.

Vault Item Easy Start nimmt Ihnen diesen Anfang ab. Sie bekommen eine vorkonfigurierte Vault-Professional-Umgebung, ein vorbereitetes Inhaltscenter und ein iLogic-Regelset für Inventor und AutoCAD – eine funktionierende Ausgangslage, an der Sie Ihre eigenen Anforderungen entwickeln, statt vor einem leeren System zu sitzen.

Erfahrungsgemäß bleibt ein Teil dieser Vorkonfiguration dauerhaft bestehen, ein Teil wird angepasst. Beides ist in Ordnung – der Zeitgewinn liegt darin, dass Sie an einem konkreten Beispiel entscheiden statt auf dem Papier.

Ein Vault-Projekt läuft in vier Schritten

  • Initialtraining für Key-User und Bereichsleitung. Bevor über die eigene Konfiguration entschieden wird, sollten die Entscheidenden wissen, was Vault überhaupt kann. Andernfalls werden Anforderungen formuliert, die das System längst anders und besser löst.
  • Konzeptworkshop. Hier fallen die Festlegungen: Einsatzbereiche, Benutzerrechte, Nummernkreise, Eigenschaftssätze, automatisierte Prozesse wie die Erzeugung von Neutralformaten und die Schnittstellen zu ERP oder anderen Systemen.
  • Umsetzung. Ergebnis des Workshops ist ein vollständiges Vault-Konzept mit Prozessbeschreibungen, Konfigurationen, Aufwandsschätzung, Projektplan und Meilensteinen – also eine Grundlage, gegen die sich der Projektfortschritt prüfen lässt.
  • Betrieb. Nach Projektabschluss übernehmen wir auf Wunsch per Servicevertrag die Wartung und laufende Optimierung – Vault-Systeme wachsen mit den Prozessen, die sie abbilden.

Vault-Konzept besprechen

Training & Weiterbildung

Schulungen rund um Vault

Vom ersten Ein- und Auschecken bis zu Artikeln, Stücklisten und Freigabeprozessen im Vault Professional.

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