Vom Common Data Environment zum Vergleichsmodell
Modelle teilen, vergleichen und prüfen mit Forma Design Collaboration
Architektur, Tragwerk, TGA, Visualisierung und GIS planen in eigenen Modellen und eigenen Werkzeugen. Die Frage ist nicht, ob diese Stände zusammenkommen müssen, sondern wie oft und mit wie viel Aufwand. Forma Design Collaboration setzt genau dort an: eine Datenbasis für alle Teams, Planungsstände als Pakete statt als Mailanhang, und eine Modellkoordination, die daraus ein prüfbares Vergleichsmodell mit Kollisionen und Aufgaben macht – gezeigt an einem Bahnhofsprojekt mit Gelände, Gleisbett und Hochbau.
In dieser Session zeigen wir, wie Civil 3D nativ auf Daten in der Cloud arbeitet, wie Teams ihre Planungsstände als Pakete weitergeben und wie aus den Modellen aller Gewerke im Koordinationsraum Kollisionen und Aufgaben werden.
Aus unserer Webcast-Reihe, aufgezeichnet am 23. Juli 2026 · Christopher Antonowitsch · 33:07 min
Die Datenbasis: Forma Data Management als Common Data Environment
Forma Data Management ist das Common Data Environment des Projekts: Ablage, Versionierung, Prüfung und Freigabe an einer Stelle, Speicherplatz und Projektanzahl unbegrenzt, Zugriff am Desktop und mobil. Der Viewer im Browser zeigt eine lange Liste von 2D- und 3D-Formaten an – nicht nur Autodesk-Dateien. Im Video ab 1:44
Design Collaboration setzt darauf auf: Jedes Gewerk arbeitet als eigenes Team in einem eigenen Bereich, alle Teams auf derselben Datenbasis. Welchen Stand die anderen sehen, entscheidet jedes Team selbst, indem es ihn als Paket freigibt. Im Video ab 4:36
Nativ weiterarbeiten: Civil 3D greift direkt auf die Cloud zu
Über den Desktop Connector erscheint das Forma-Projekt in Civil 3D wie ein Laufwerk. Geländemodell aus der Cloud öffnen, Bestandszeichnung als externe Referenz anhängen, Datenverknüpfung (DREF) anlegen – der Arbeitsordner der Verknüpfung liegt ebenfalls in Forma. Zwei Bedingungen: Pfadtyp „relativ“, und beide Zeichnungen müssen im Forma Data Management gespeichert sein. Im Video ab 7:04
Dass die Verknüpfung trägt, zeigt der Längsschnitt: In einer neuen Zeichnung entsteht aus der verknüpften Oberfläche eine Achse mit Profil, das seine Höhen aus dem DGM holt, obwohl dieses nicht in der Zeichnung liegt. Die Achse geht ihrerseits als Datenverknüpfung nach Forma und steht dem ganzen Team zur Verfügung. Im Video ab 14:24
Fragen zu diesem Thema?
Olav Sosath
Fachbereichsleitung Architektur, Bauwesen & Konstruktion (AEC) · Contelos GmbH
BIM scheitert selten an der Software. Es scheitert daran, dass niemand festgelegt hat, wer wann was liefert.
Teilen statt Verschicken: Pakete zwischen Teams
Wer einen Stand freigeben will, schnürt aus Modellen, Sätzen und Dokumenten ein Paket und leitet es weiter. Die Projektzeitleiste zeigt, welches Team wann was geteilt hat; die anderen Teams holen sich das Paket in ihren „Consumed“-Ordner. Dateien wandern dabei nicht – weder per Mail noch per Downloadlink. Im Video ab 18:34
Im Beispiel gibt das GIS-Team Geländemodell und Schnittlinie als Paket an alle Teams frei. Im Architekturteam taucht es in der Zeitleiste auf und wird mit einem Klick in den eigenen Arbeitsbereich übernommen. Im Video ab 20:22
Modellkoordination: Gelände, Gleisbett und Gebäude in einem Viewer
Im Koordinationsraum liegen die Modelle aller Teams lagerichtig übereinander. Ansichten lassen sich speichern und für alle freigeben, Ansichtspunkte dienen als Lesezeichen, einzelne Ebenen wie das Gelände blendet man aus, um Fundamente zu prüfen. Im Video ab 23:39
Die Kollisionsprüfung zwischen Gelände und Gleisbett markiert Überschneidungen farbig. Aus dem Befund wird direkt im Modell eine Aufgabe mit Verantwortlichem, Termin und Anhängen; der Zuständige wird benachrichtigt. Besprechungen lassen sich ebenfalls aus der Koordination heraus anlegen. Im Video ab 27:34
Serverstandort: Seit Juni 2025 hostet Autodesk Forma-Daten auf Wunsch in Frankfurt, die Zertifikate stehen im Autodesk Trust Center. Die Cloud-Sicherheit liegt damit in der Regel über dem, was lokale Server bieten. Im Video ab 31:09
Ob sich das in Ihren Projekten und mit Ihren Werkzeugen so einrichten lässt, schauen wir uns gern gemeinsam an. Teil 1 der Reihe, Forma Industry Cloud: neuer Name, neue Funktionen, finden Sie auf unserem YouTube-Kanal; Teil 3 folgt mit der Bauausführung.
Themen: Architektur, Bauwesen & Konstruktion · Infrastruktur & GIS · Datenmanagement · Zusammenarbeit · Civil 3D · Forma · Revit
Fachbereich: Architektur, Bauwesen & Konstruktion
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