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Autodesk und Nemetschek vereinbaren Interoperabilität

Autodesk und Nemetschek vereinbaren Interoperabilität

Zwei der größten Softwareanbieter im Bauwesen haben sich auf eine Interoperabilitätsvereinbarung geeinigt. Autodesk und die Nemetschek Group öffnen sich gegenseitig ihre Schnittstellen und Branchen-Clouds, damit Daten zwischen ihren Cloud- und Desktop-Produkten fließen, ohne dass Menschen, Prozesse und Daten an inkompatiblen Dateien scheitern.

Für BIM-Projekte in Deutschland ist das die relevanteste Autodesk-Meldung des Jahres 2024: Kaum ein größeres Projekt läuft nur mit einem Hersteller, und die Kombination aus Revit und Allplan oder Archicad ist Alltag.

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Was genau vereinbart wurde

  • Gegenseitiger API-Zugang. Entwickler erhalten Zugriff auf AutoCAD, Revit, 3ds Max, Maya, Forma und die Construction Cloud auf Autodesk-Seite sowie auf Allplan, Archicad, Bluebeam, Maxon One und Vectorworks samt Cloud-Plattformen auf Nemetschek-Seite.
  • Technische Basis sind die Autodesk Platform Services, eine Sammlung offener APIs und Webservices. Darüber verbinden sich Nemetscheks dTwin, Bluebeam Cloud, BIMcloud und BIMplus mit Autodesks Branchen-Clouds Forma, Fusion und Flow.
  • Bekenntnis zu openBIM von buildingSMART als offenem Industriestandard. Ziel ist ein Kollaborations-Ökosystem ohne Silos, in dem Teams auf demselben digitalen Modell arbeiten.

Amy Bunszel von Autodesk nennt den Schritt „einen großen Schritt zur Optimierung der Workflows unserer Kunden", Marc Nézet von Nemetschek spricht von einem „historischen Schritt", der Arbeit in jeder Projektumgebung und mit jedem Software-Ökosystem erlaube.

Was die Vereinbarung nicht ist

Die Meldung beschreibt eine Absichtserklärung mit technischer Grundlage, kein fertiges Produkt. Sie verspricht keinen verlustfreien Austausch nativer Modelle zwischen Revit und Archicad, sondern verbesserten Datenfluss über Schnittstellen und Clouds sowie neue datenzentrierte Workflows, die erst noch entstehen. IFC als Austauschformat bleibt davon unberührt und wird durch das Bekenntnis zu openBIM eher gestärkt als ersetzt.

Was das für Ihr BIM-Projekt bedeutet

Die Softwarefrage wird weniger zur Glaubensfrage. Wer Revit einsetzt und mit Partnern auf Allplan oder Archicad arbeitet, bekommt Rückenwind statt Ausreden. Das ändert nichts an sauberen Austauschvereinbarungen im Projekt, macht sie aber leichter einzuhalten.

openBIM ist die gemeinsame Sprache. Wenn beide Hersteller sich zu buildingSMART bekennen, ist die Investition in IFC-Kompetenz und zertifiziertes BIM-Wissen keine Übergangslösung, sondern die Grundlage, auf der auch die neuen Schnittstellen aufsetzen.

Cloud zu Cloud ist der neue Austauschweg. Forma und Construction Cloud auf der einen, BIMcloud und BIMplus auf der anderen Seite. Wer seine Projektdaten heute noch per Datei verschickt, sollte den Cloud-Weg mit dem nächsten Projekt einplanen.

Fachbeitrag: Forma Industry Cloud

Quelle

Autodesk-Pressemeldung vom 24. April 2024 →

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