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Plant 3D und Revit verbinden, ohne Bauteildaten zu verlieren

Plant 3D und Revit verbinden, ohne Bauteildaten zu verlieren

Bauteile mit Funktion und Attributen übertragen – in beide Richtungen

In Projekten mit vielen Beteiligten lässt sich die eingesetzte Software nicht vorschreiben, bei öffentlichen Ausschreibungen erst recht nicht. Der Austausch läuft deshalb über Formate – und die meisten transportieren Geometrie plus Attribute, mehr nicht. Ein Rohr kommt im Zielsystem als Volumenkörper an, ein Ventil als Fläche mit angehängten Werten. Wer damit weiterarbeiten will, modelliert nach.

Das BXF-Format von BIMDeX setzt eine Ebene höher an und überträgt Bauteile mit ihrer Funktion: Ein Rohr aus Plant 3D wird im Revit ein Rohr, ein Rohrbogen ein Rohrbogen, jeweils als native Familie mit den Attributen aus dem Quellsystem. In dieser Session zeigen wir beide Richtungen am laufenden System – vom Export über die währenddessen erzeugten Revit-Familien bis zur Rohrleitungsisometrie, die aus einem Revit-Modell entsteht.

Aus unserer Webcast-Reihe, aufgezeichnet am 20. August 2026 · Andreas Stünkel · 44:06 min

Wie der Austausch technisch abläuft

BXF steht für BIM Exchange Format und arbeitet als Drehscheibe: Für jedes beteiligte Programm gibt es einen Writer und einen Reader, beide als Plugin im Produkt selbst. Plant 3D schreibt die Datei, Revit liest sie – für den Rückweg umgekehrt. Entscheidend ist der Inhalt – nicht die reine Geometrie, sondern das Bauteil mit seiner Art, seiner Funktion und den selbst gepflegten Attributwerten. Im Video ab 8:58

Beim Import landen die erzeugten Revit-Familien in einem eigenen Verzeichnis, begleitet von einem Protokoll. Weil ein voller Lauf je nach Modellgröße fünf bis zehn Minuten dauert, überträgt ein Change Management nur noch geänderte Bauteile; dazu kommen Batch-Verarbeitung und die Anbindung an Autodesk Forma. Im Video ab 12:23

Wie der Austausch technisch abläuft

Der Export aus Plant 3D

Am Ausgangsmodell hängt alles, was später ankommen soll: Tag, Nennweite, Rohrklasse, Norm und der Name der Leitung. Der Exporter lässt die Wahl zwischen Gesamtmodell und Teilbereich und erlaubt über einen Customized Export zusätzlich eine Zuordnung nach Layer, Blockname oder Komponente. Im Video ab 15:42

Der Export ist der schnelle Teil des Wegs: Das Schulungsmodell mit Stahlbau, Behältern und Rohrleitungen ist nach 22 Sekunden geschrieben, die BXF-Datei bleibt mit 940 Kilobyte klein. Die begleitende Excel-Tabelle listet Stahlbauteile, Flansche und Rohre einzeln auf – Kontrolle, ob der Export vollständig war. Im Video ab 17:03

Der Export aus Plant 3D

Im Revit stehen die Plant-Daten am Bauteil

Der Import ist der langsamere Weg, weil aus der BXF-Datei erst die Bauteile erzeugt werden müssen; Einfügepunkt und Parameter lassen sich vorher einstellen. Parallel zum wachsenden Modell füllt sich das Familienverzeichnis. Im Video ab 19:31

Das Ergebnis ist der eigentliche Punkt: Ein angeklicktes Rohr im Revit weiß, dass es eine Kaltwasserleitung ist, und kennt seine Rohrklasse und seine Norm. Ein Tank meldet sich als vertikaler Behälter, und die Stahlbauelemente haben behalten, um welchen Träger es sich handelt. Im Video ab 24:44

Im Revit stehen die Plant-Daten am Bauteil

Der Rückweg – und die Isometrie aus dem Revit-Modell

Für die Gegenrichtung ist eine Vorbereitung nötig: Der Systemname aus Revit wird beim Import zum Line Number Tag im Plant 3D, deshalb muss die Schreibweise vorher feststehen. Beim Import folgt ein Spec Mapping, das jede Komponentenart einer Rohrklasse zuordnet; danach baut Plant 3D das Modell bauteilweise nach. Im Video ab 26:39

Am Ende steht, worauf es im Anlagenbau hinausläuft: eine Produktionsisometrie, abgeleitet aus einer Leitung, die ursprünglich in Revit gezeichnet wurde. Denselben Weg gibt es für AutoCAD MEP, insgesamt zählt der Hersteller rund 62 Kombinationen, die Civil-3D-Schnittstelle ist in Arbeit. Für den IFC-Export, den Plant 3D von Haus aus nicht mitbringt, zeigt die Aufzeichnung abschließend ein Zusatzprogramm. Im Video ab 35:27

Der Rückweg – und die Isometrie aus dem Revit-Modell

Wer hinter BIMDeX steht

BIMDeX ist eine Einheit von SrinSoft Inc. und keine einzelne Anwendung, sondern eine Reihe von Konnektoren um das BXF-Format herum; entstanden sind sie aus der Arbeit mit den Autodesk Platform Services und Data Exchange. In Deutschland laufen Beratung, Lizenzen, Einrichtung und Support über uns. Welche Wege es über Plant 3D und Revit hinaus gibt – Inventor, SolidWorks und Creo in Richtung Revit, dazu Tekla Structures, Civil 3D und AutoCAD MEP –, steht auf unserer Themenseite: BIMDeX im Überblick →

Fünf Tage nach diesem Webcast, am 25. August 2026, wurde bekannt, dass Autodesk ausgewählte Technologie und Schutzrechte von BIMDeX übernimmt und einen Teil des Teams einstellt. Das Unternehmen selbst wird nicht gekauft, und der Vollzug steht noch aus. Für Anwender ändert sich damit vorerst nichts – Produkte, Support und Ansprechpartner bleiben, wie sie sind: unsere Einordnung zur Vereinbarung →

Ob Ihre Modelle den Weg mitgehen, lässt sich leicht herausfinden: Schicken Sie uns eine Datei, wir konvertieren sie und Sie sehen das Ergebnis an Ihren eigenen Daten. Teststellungen des Herstellers sind ebenfalls möglich.

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