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Konstruktionsdaten über Vault hinaus nutzbar machen

Konstruktionsdaten über Vault hinaus nutzbar machen

Wie Artikel, Stücklisten und Freigabestände den Weg aus dem PDM ins Unternehmen finden

Ein PDM-System ordnet die Konstruktion und endet an deren Grenze. Modelle, Stücklisten, Klassifikationen und Spezifikationen liegen versioniert im Vault – und erreichen Einkauf, Arbeitsvorbereitung und Service trotzdem nicht. Was dort ankommt, sind Excel-Listen, PDF-Anhänge und Rückfragen.

In dieser Session zeigen wir, wie der Vault-Connector Artikel und Stücklisten automatisch nach Autodesk Fusion Manage überträgt, Freigabestatus und Revision synchron hält und aus dem Archiv eine Datenbasis macht, auf die auch Abteilungen ohne CAD zugreifen.

Aus unserer Webcast-Reihe, aufgezeichnet am 29. Juni 2026 · Thomas Schimkewitsch · 29:25 min

Was der Medienbruch tatsächlich kostet

Eine Maschine steht still, der Servicetechniker greift zum PDF-Katalog und bestellt ein Standardprodukt, das so nie verbaut wurde. Es folgen Rückfrage an die Konstruktion, Suche nach der richtigen Version, zwei Arbeitstage Wartezeit – am Ende drei Tage Stillstand plus Fehlbestellung. Im Video ab 3:55

Die Folgekosten stehen in keiner Bilanz: 4.500 bis 7.500 Dollar je unnötig neu angelegter Teilenummer, 500 bis 5.000 Euro je Stunde Maschinenstillstand, rund 1.200 Euro Schaden je Fehlbestellung aus veralteten Unterlagen. Ursache ist selten ein fehlendes System, sondern die Zahl der Systeme nebeneinander: PDM, SharePoint, Dateiserver, lokale Festplatte, Papierformular. Im Video ab 4:34

Was der Medienbruch tatsächlich kostet

Der Vault-Connector: was automatisch synchron bleibt

Seit Vault 2026.2 liefert Autodesk den Connector nach Fusion Manage mit; für die Stände 2024 und 2025 gibt es eine Contelos-Variante, die denselben Datenübergang abdeckt. Konstruiert wird weiterhin in Inventor und AutoCAD, verwaltet und versioniert weiterhin im Vault. Im Video ab 5:02

Übertragen werden Artikel und Stücklisten automatisch, dazu Zeichnungen, Spezifikationen und Neutralformate wie PDF oder STEP – ohne manuellen Export; Freigabestatus und Revision bleiben synchron. Entscheidend ist die Bauweise: kein Add-on zwischen zwei Systemen, sondern native Plattformlogik. Fusion Manage ist die Oberfläche, in der die Vault-Daten um alles ergänzt werden, was außerhalb der Konstruktion entsteht. Im Video ab 6:42

Der Vault-Connector: was automatisch synchron bleibt
Mathias Voigt – Contelos GmbH

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Mathias Voigt

Fachbereichsleitung Maschinen- & Anlagenbau · Contelos GmbH

Die meisten Vault-Projekte scheitern nicht an der Software, sondern an Nummernkreisen, die vorher niemand festgelegt hat.

Drei Rollen, drei sehr verschiedene Gewinne

Für die Konstruktionsleitung endet das Versionschaos nach außen: statt einer PDF-Fassung je Empfänger ein Stand, der sich mit dem Vault abgleicht. Wissen, das bisher an Personen hängt – Baugruppenlogik, Klassifikation, Begründungen –, liegt strukturiert im System. Im Video ab 12:38

Die IT bekommt cloud-natives SaaS neben dem bestehenden On-Premise-Vault: kein zusätzlicher Server, der Connector läuft als Dienst auf dem vorhandenen Vault-Server, Updates kommen quartalsweise. Für den Service zählt der Zugriff auf die exakt ausgelieferte Maschine – Seriennummern, Verbaudaten, Wartungshistorie, Direktbestellung aus dem Portal. Im Video ab 17:00 Der Zuschnitt bleibt dabei klein: kein Konzern-PLM mit Drei-Jahres-Fahrplan, sondern die Konstruktion erweitert um die Daten, die andere sehen dürfen. Im Video ab 10:39

Drei Rollen, drei sehr verschiedene Gewinne

Vom Archiv zum digitalen Zwilling

Eine Konstruktionsstückliste beschreibt den Typ, nicht das ausgelieferte Exemplar. Zehn baugleiche Motoren in einer Baugruppe unterscheiden sich in Ansteuerung, Drehzahl und Seriennummer – dafür ist im Vault kein Platz. In Fusion Manage entsteht daraus die Instanz-Stückliste und damit der As-Built-Stand je Maschine samt Wartungshistorie. Im Video ab 18:15

Interessant ist das bei Losgröße 1 und im Asset Lifecycle Management, wo die Stückliste über Jahre fortgeschrieben wird. Darauf setzt der nächste Schritt an: Sensordaten auswerten, Dubletten erkennen, Änderungen nach Kosten bewerten – KI ist nur so gut wie die durchgängige Datenbasis darunter. Im Video ab 20:45

Der technische Weg ist dabei der kleinere Teil. Entscheidend ist, welche Daten außerhalb der Konstruktion gebraucht werden und wer sie sehen darf. Das machen wir in einer Bestandsaufnahme sichtbar und beginnen mit einem Pilotprojekt statt mit einem Konzernvorhaben. Wie der Übergang im Einzelnen konfiguriert wird, zeigt Der Vault Connector zu Fusion Manage.

Vom Archiv zum digitalen Zwilling

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