Hannover Messe 2026: Autodesk zeigt die Fabrik als lernendes System
Zur Hannover Messe 2026 hat Autodesk seine Botschaft für die Fertigung geschärft: Die digitale Fabrikplanung allein reicht nicht mehr, Werke sollen als vernetzte, lernende Systeme betrieben werden. Am Stand E40 in Halle 17 zeigte Autodesk dafür Fusion als Industrie-Cloud, digitale Zwillinge mit FlexSim und Tandem und den Autodesk Assistant als KI im Arbeitsfluss.
Der für die DACH-Region wichtigste Satz der Meldung: Fusion ist keine Insel, sondern ergänzt Inventor und Vault. Bestehende Desktop-Workflows bleiben, Cloud- und KI-Funktionen kommen schrittweise dazu.
Unsere Seite zur Hannover Messe 2026Fusion: Das Rückgrat, Inventor und Vault bleiben
Autodesk baut mit Fusion eine Industrie-Cloud für die Fertigung auf. Darin laufen CAD, CAM, CAE, Leiterplattenentwicklung, Datenmanagement mit PLM und PDM, MES-Funktionen, Automatisierung und Autodesk AI in einer Umgebung zusammen.
Für Anwender von Inventor und Vault ist die Zusage entscheidend: Fusion und Inventor treten als abgestimmtes Ökosystem auf. Wer heute mit der Product Design & Manufacturing Collection arbeitet, kann Cloud-Funktionen dort ergänzen, wo sie Nutzen bringen, ohne die Konstruktion umzustellen. Autodesk nennt das ausdrücklich Investitionssicherheit.
Vom Fabrikmodell zum operativen Leitstand
Schwerpunkt am Stand war das Modell des Autodesk Technology Center in Birmingham. Es zeigt, wie ein digitales Fabrikmodell zum Leitstand wird und darüber hinaus zur Trainingsumgebung für KI in der Fertigung. Der Zwilling bündelt dafür:
- Daten aus CNC-Maschinen, Sensoren, SCADA-Systemen und Facility-Plattformen,
- Maschinenverfügbarkeit und Auslastung in Echtzeit,
- Prozesskontrolle, Wartung und Compliance im laufenden Betrieb.
Autodesk beschreibt das als übertragbar auf DACH-Werke, die den Nutzen digitaler Zwillinge schrittweise und wiederholbar belegen wollen. Die Basis liefern Geometrie, Simulation und Betriebskontext aus den vorhandenen Autodesk-Daten.
Exponate: Drohnen, Teleskop, Fünf-Achs-Maschine durch die Standardtür
- SwissDrones: unbemannte Luftfahrzeuge für Inspektion und Rettung, entwickelt von der Konzeptskizze über die Simulation bis zur Zulassungsvorbereitung mit Autodesk-Werkzeugen.
- ESO Extremely Large Telescope: das größte optische Teleskop der Welt, seit über zehn Jahren mit Autodesk-Technologie geplant und gebaut.
- LBR Manufacturing: eine kompakte Fünf-Achs-CNC-Maschine, die durch eine Standardtür passt, durchgängig in Fusion von Design bis Steuerung.
- Dazu die Intralogistik der GEBHARDT Group, Sportprothesen von BioDapt und die digitale Inbetriebnahme des BMW-Werks Irlbach-Straßkirchen.
Strategisch sprach Autodesk über die Investition in World Labs und deren Fokus auf Physical AI, also KI-Systeme, die auf Basis von Weltmodellen in die reale Fertigung eingreifen.
Was das für Ihre Fertigung bedeutet
Niemand muss Inventor verlassen. Das ist die Kernaussage für unsere Kunden. Die Cloud kommt als Ergänzung an den Stellen, wo Daten geteilt, simuliert oder mit der Fertigung verbunden werden.
Der digitale Zwilling beginnt mit den Daten, die Sie haben. Geometrie aus Inventor, Struktur aus Vault, dazu Maschinendaten. Autodesk zeigt den Weg von dort zum Leitstand. Der erste Schritt ist ein Werk oder eine Linie, nicht das ganze Unternehmen.
Physical AI ist Ausblick, nicht Produkt. Konkret verfügbar sind heute Fusion, FlexSim, Tandem und der Assistant. Der Rest ist Richtung.
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Autodesk-Pressemeldung vom 26. März 2026 →
Titelbild: Digitale Fabrik mit eingeblendetem Anlagenmodell. Bild: Autodesk.
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