GIS und BIM als gemeinsame Grundlage für Wasserprojekte
Die Digitalisierung der Wasserwirtschaft wird zunehmend politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich vorangetrieben. Klimaanpassung, Hochwasserschutz, resiliente Infrastrukturen und eine nachhaltige Ressourcenplanung stellen hohe Anforderungen an Datenqualität, Transparenz und Zusammenarbeit.
Gleichzeitig entstehen in Projekten große Datenmengen in unterschiedlichen Systemen: GIS liefert räumlichen Kontext und Umweltinformationen, BIM detaillierte Bauwerks- und Planungsdaten. Ohne Integration bleiben diese Informationen jedoch oft isoliert – mit der Folge von Medienbrüchen, Abstimmungsaufwand und Unsicherheiten in der Entscheidungsfindung.
Die Verbindung von GIS und BIM schafft hier einen gemeinsamen Bezugsrahmen: den realen Standort eines Projekts. Er bildet den stabilen Ankerpunkt, um Daten über den gesamten Lebenszyklus eines Bauwerks hinweg konsistent nutzbar zu machen.
„Als Ihre Ansprechpartnerin für Architecture, Engineering & Construction sowie Infrastruktur & GIS begleite ich Sie mit Erfahrung und Fachwissen von der ersten Idee bis zur erfolgreichen Umsetzung Ihrer Projekte.“
Maike Kunze
Kundenberaterin Infrastruktur/GIS
Contelos GmbH
GeoBIM: Verbindung von Planungs-, Bau- und Umweltdaten
GeoBIM verknüpft BIM-Modelle und CAD-Planungen mit GIS-Daten in einem gemeinsamen Kontext. Planungsstände, Oberflächen, Schnitte und Bauwerksmodelle werden dabei räumlich verortet und mit Umwelt-, Bestands- und Fachdaten kombiniert.
So lassen sich beispielsweise Hochwasserschutzmaßnahmen nicht nur geometrisch planen, sondern gleichzeitig mit Informationen zu Überflutungsflächen, Schutzgebieten, Bodenbeschaffenheit oder Eigentumsverhältnissen bewerten. Änderungen an Planungsmodellen bleiben dynamisch verknüpft und stehen allen Beteiligten stets im aktuellen Stand zur Verfügung.
Entscheidend ist dabei: GIS- und BIM-Teams arbeiten weiterhin in ihren jeweiligen Fachsystemen. Die Integration erfolgt über eine gemeinsame Anwendungsschicht, ohne bestehende Arbeitsweisen zu ersetzen oder zu vereinheitlichen.
Bildquelle: Esri Deutschland GmbH
Mehr Transparenz, bessere Entscheidungen, durchgängige Zusammenarbeit
Durch die Zusammenführung von Geo-, Planungs- und Bauwerksdaten entsteht ein durchgängiger Informationsfluss zwischen Planung, Ausführung, Betrieb und Entscheidungsebene. Projektbeteiligte erhalten einen ganzheitlichen Überblick – unabhängig davon, ob sie aus Technik, Verwaltung oder Management kommen.
Aufgaben, Anmerkungen und Abstimmungen lassen sich direkt am räumlichen Kontext verorten. Damit werden Entscheidungen nachvollziehbar, datenbasiert und belastbar getroffen. Gleichzeitig sinkt der Koordinationsaufwand, da alle Beteiligten auf eine konsistente Datenquelle zugreifen.
Die Integration von GIS und BIM unterstützt so nicht nur effizientere Projektabläufe, sondern verbessert auch die Qualität, Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit von Wasser- und Infrastrukturprojekten.
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