Der Vault Connector zu Fusion Manage
Sicherer Übergang von Konstruktionsdaten in strukturierte Prozesse
Wenn Entwicklungsdaten sicher, nachvollziehbar und konsistent in nachgelagerte Prozesse überführt werden sollen, braucht es einen robusten Übergang zwischen Datenablage und Prozesssteuerung. In dieser Session zeigen wir, wie sich die Verbindung zwischen Vault und Fusion Manage einsetzen lässt, um Informationen sauber zu übernehmen, Statuswechsel zu steuern und Freigaben strukturiert zu begleiten.
Konfiguration ohne XML – direkt im Dialog
Autodesk hat beim Vault Connector bewusst auf eine grafische Konfigurationsoberfläche gesetzt. Statt XML-Dateien im Hintergrund zu bearbeiten, lassen sich Vault-Eigenschaften per Auswahl direkt auf die entsprechenden Fusion-Manage-Eigenschaften mappen. Das macht Anpassungen nachvollziehbar und reduziert Konfigurationsfehler erheblich.
Neben dem Eigenschaften-Mapping können über dieselbe Oberfläche verschiedene Dokumenttypen verwaltet und Statusübergänge gezielt abgebildet werden – sowohl für Artikel als auch für die dahinterliegenden Dokumente. Jeder Übergang lässt sich mit einer Aktion verknüpfen, die eine Synchronisierung zu Fusion Manage auslöst.
Freigabe mit Vier-Augen-Prinzip
Der Freigabeprozess startet im Vault mit einem Statuswechsel auf „Prüfung". Durch das konfigurierte Vier-Augen-Prinzip ist sichergestellt, dass keine direkte Selbstfreigabe möglich ist – ein zweiter Nutzer muss die Inhalte prüfen und den nächsten Schritt einleiten.
Im Moment der Freigabe werden automatisch Jobs ausgelöst, die Neutralformate erzeugen: Step-Dateien, Navisworks-Dateien, PDF-Dokumente sowie die Eigenschaftssynchronisierung werden über die Job-Queue abgearbeitet. Bei kleineren Dateimengen geschieht das in Echtzeit; bei umfangreichen Baugruppen läuft der Prozess entsprechend im Hintergrund.
Artikel synchronisieren und Verbindungsstatus überwachen
Nach der Dokumentfreigabe werden Stücklisten ausgeleitet: Über „Artikel aktualisieren" wird das Netzwerk der Artikelobjekte für die gesamte Baugruppe im Hintergrund aufgebaut. Neutralformate werden dabei direkt am Artikel hinterlegt – eine wesentliche Voraussetzung für die nachgelagerte Nutzung in Fusion Manage.
Sobald ein Artikel den Statuswechsel in „Prüfung" durchläuft, startet die Synchronisierung zu Fusion Manage. Der Fortschritt ist direkt im Vault sichtbar: Eine zusätzliche Spalte mit dem Verknüpfungsstatus zeigt an, ob die Übertragung erfolgreich war oder ob Restriktionen behoben werden müssen. Dieser Statusindikator lässt sich sowohl im Hauptartikel-Fenster als auch in der Stückliste einblenden.
Fusion Manage direkt im Vault und in Inventor
Sobald ein Artikel synchronisiert ist, sind alle Fusion-Manage-Informationen direkt im Vault abrufbar: Item-Details, verknüpfte Dateien, Stücklisten und zugehörige Änderungen erscheinen in einem eigenen Reiter. Dieselben Informationen stehen auch in Inventor zur Verfügung – ergänzt um eine Suchfunktion, mit der Dateien direkt aus Fusion Manage geöffnet werden können.
Über die Web-Oberfläche von Fusion Manage erhalten alle Abteilungen, die keinen Vault-Zugang benötigen, Zugriff auf die relevanten Produktdaten: 3D-Visualisierung mit Modellbaum, Schnittanalysen, Explosionsdarstellungen, 2D-Zeichnungen mit Messfunktion sowie alle Neutralformate direkt im Browser. Stücklisten sind vollständig einsehbar und für die Freigabeprüfung nutzbar.
Freigabe der gesamten Artikelstruktur
Die abschließende Freigabe erfolgt nicht auf Einzelartikel-Ebene, sondern für die gesamte Artikelstruktur – also das Produkt mit allen untergeordneten Komponenten. Die verantwortliche Person löst den Freigabe-Workflow in Fusion Manage aus; über den gemappten Statusübergang wird im Hintergrund automatisch der entsprechende Prozess im Vault angestoßen.
Das Ergebnis: Dokumente und Artikel erhalten ihren Freigabestatus synchron, Neutralformate sind am Artikel hinterlegt und die gesamte Freigabehistorie ist lückenlos dokumentiert – in Vault wie in Fusion Manage.
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