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Cut Opening: Vom Architekturmodell zum Fachmodell des Tragwerkplaners

Das BIM Solution Tool Cut Opening hält für die Zusammenarbeit zwischen Architektur und Ingenieurbau gleich zwei Workflows bereit, die Planungssicherheit versprechen und sich zeit-und kostensparend auf Ihr Projekt auswirken werden. Zum einen lassen sich Fenster- und Türöffnungen ganz einfach aus dem verknüpften Architekturmodell ableiten. Zum anderen können, wie im Austausch mit der TGA, auch regelbasiert Öffnungen für Träger erzeugt werden. Hierzu wird die Autodesk Revit eigene Kollisionsprüfung zwischen Wänden und Träger genutzt und über das BIM Solution Tool Cut Opening dann nach eigener Konfiguration an gewünschte Stellen eine Öffnung in die Wand generiert.

Workflow 1 – Öffnungen aus Fenster und Türen erstellen
Das regelbasierte Erstellen von Öffnungen an den gleichen Stellen, wo sich im Architekturmodell die Fenster und Türen befinden ist leicht zu managen und daher auch unglaublich effektiv.
Anders als im Workflow mit der TGA, wird trotz bestehenden Architekturmodells oftmals im Ingenieurbau ein komplett eigenes Tragwerksmodell erstellt. Dieses enthält nur für das Tragwerk relevante Bauteile, also auch keine Türen und Fenster. Anstelle von Fenstern und Türen sollen nun einfache Rohbauöffnungen in das Gebäude integriert werden. Wird das Architekturmodel in das Tragwerksmodell referenziert, so können dessen Fenstern und Türen quasi als Schablone zum Erzeugen von eigenen Tür- und Fensteröffnungen fungieren.

Schritt 1 – Referenzieren des Architekturmodels
Das Architekturmodell muss genau auf das Tragwerksmodell positioniert werden. Ebenen und Raster können auch mit der „Kopieren und Überwachen“-Funktion aus der Architekturmodell übertragen werden.
Um den Arbeitsschritt besser zu verstehen empfehlen wir in der 3D Ansicht nur die Türen und Fenster des Architekturmodells darzustellen und den Rest auszublenden.

Schritt 2 – Konfiguration
Die Konfiguration könnte einfacher nicht sein. Im AGACAD-Dock befindet sich unter Configuration > „Door/Window Opening Configuration“ die Schrauben, an denen man drehen kann.
Hier kann definiert werden, wie tief die Fenster von der Wand entfernt liegen dürfen, damit sie erkannt werden, ob und bis zu welchem Abstand zueinander die Öffnungen miteinander verbunden werden können, und ob Tür und Festeröffnungen miteinander verbunden werden.

Schritt 3 – Einsetzen der Öffnungen
Um jetzt noch die Öffnungen zu platzieren, muss nun nur noch über Create/Modify > Einfügen/Bearbeiten von Tragwerksdurchbrüchen bestimmt werden, für welche Türen und Fenster welche Art von Durchbruch gewählt werden soll.

Workflow 2 – Erstellen von Tragwerksdurchbrüchen
Ähnlich wie in Workflow 1 können Durchbrüche erstellt werden, die in diesem Schritt das Tragwerk wie z.B. Träger betreffen.

Schritt 1 – Kollisionskontrolle
Sobald die Modelle zusammengefügt wurden, erstellen Sie mit Hilfe von Revit einen Kollisionsbericht, der zum Platzieren der Durchbrüche benötigt wird.

Schritt 2 – Konfigurationen
In den Konfigurationen legen Sie fest, wie die Durchbrüche platziert werden sollen. Wählbar sind hier entweder rechteckige oder runde Durchbruchsgeometrien. Bestimmen Sie, ob Durchbrüche automatisch von der Software zu einem Durchbruch zusammengefügt werden sollen.

Schritt 3 – Einsetzen der Durchbrüche
Durch Einfügen des Kollisionsberichts gelangen Sie in die dynamische Listenübersicht, die Ihnen eine Ansicht aller Clashing-Elemente und Durchbrüche anzeigt. Hier können Sie u.a. die Schnittversätze überprüfen und ggf. erneut anpassen.
Über Insert Openings werden die Durchbrüche eingefügt. Diese sind im Nachhinein selbstverständlich jederzeit anpassbar.

Fazit: Wir hoffen Sie mit diesen zusätzlichen Funktionen in Ihrem Workflow unterstützen zu können. Falls Sie eigene Wünsche für Anpassungen jeglicher Art haben, so wenden Sie sich gerne an uns. Wir stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

Insa Rasche
Application Engineer
Architektur, Bauwesen & Konstruktion
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